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Berater-Info: Erster Befall mit Krautfäule

(24.5.2005) Mit dem feuchten Wetter der letzten Tage ist die Krautfäulegefahr angestiegen. Es wurden bereits erste Herde in den Frühkartoffeln gefunden. Die Ausbreitung und Vermehrung war für Pilzkrankheiten geradezu ideal. Solange in der Region im Umkreis von 50 Kilometern kein Befall auftritt muss nichts unternommen werden. Was aber, wenn der Befall steigt und in der Region ein Befall gemeldet wird? Dann sollte sofort mit den Behandlungen begonnen werden. Der Kupferbelag muss erneuert werden, wenn seit der letzten Anwendung mindestens 30 mm Niederschlag gefallen sind, oder wenn seither viele neue Blätter gebildet wurden. Solange die Krautfäule nur in der Region, nicht aber in den eigenen oder den Nachbarfeldern auftritt, genügt eine tiefe Kupferdosierung (200 g Reinkupfer/ha). Sobald die Krautfäule in den eigenen oder den Nachbarfeldern auftritt, ist die Dosierung auf 800 g Reinkupfer/ha zu erhöhen. Die maximale erlaubte Kupferausbringmenge pro ha und Jahr beträgt 4 kg.
Neben Kupfer kann bei schwachem Befall und resistenteren Sorten der Einsatz von Steinmehl, Schachtelhalmbrühe oder Magermilch ausreichen. Gesteinsmehl fördert die Abtrocknung der Blätter und stärkt die Abwehrkraft. Die wirksamsten Mittel gegen die Krautfäule sind nach wie vor die anorganischen Kupferpräparate. Entscheidend für den Erfolg ist eine optimale Applikationstechnik. Wichtig ist, dass auch die Blattunterseite mit einem gleichmässigen Belag versehen ist. Die Spritzabstände sind dem Neuzuwachs und den Witterungsverhältnissen anzupassen. Das protektiv wirksame Kupfer muss auf jeden Fall vor einer Infektion (vor Niederschlägen) behandelt werden.

Weitere Informationen
Ansprechpartner am FiBL: Hansueli Dierauer
Genaue Angaben zur Krautfäulesituation in der Schweiz: www.phytopre.ch

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© 2008 FiBL Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Last Update 21.05.2007 | Comments: webmaster@fibl.org

   
Kartoffelblätter mit Phytophtora-Befall © FiBL, Bild: Hansueli Dierauer
  Befall mit Krautfäule – nun ist schnelle Behandlung nötig.